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🔬 Blattformen sammeln und bestimmen

Grün – ungefährlich⏱ 15 Min.DraußenleichtGrundschule (6–10 Jahre)Weiterführende Schule (10–16 Jahre)Jugendliche & Erwachsene (16+)

Am Boden liegende Blätter sammeln, nach Form und Rand sortieren und den Bäumen zuordnen – ein Bestimmungsspiel für den Waldweg.

Fragestellung: Wie viele verschiedene Blattformen gibt es auf 100 Metern Weg – und zu welchen Bäumen gehören sie?
⚠️ Sicherheit – Grün – ungefährlich

Schutz: Keine besondere Schutzausrüstung. Nur Blätter vom Boden aufheben, nichts abreißen; in Schutzgebieten auf den Wegen bleiben. Hände nach dem Sammeln waschen. Keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.

Entsorgung: Die Blätter bleiben im Wald oder kommen in den Biomüll; der Sammelbeutel wird wiederverwendet.

Material

  • 1 Beutel oder Dose für Blätter
  • 2 Blatt Papier (DIN A4)
  • 1 Notizblock und Stift
  • 1 Lineal

So geht es

  1. Sammeln Sie auf etwa 100 Metern Weg von jeder Blattform, die am Boden liegt, ein bis zwei Blätter – nur herabgefallene.
  2. Legen Sie die Blätter auf ein Blatt Papier und sortieren Sie nach Form: einfach oder zusammengesetzt (mehrere Teilblätter an einem Stiel), Rand glatt, gesägt oder gelappt, Nadel oder Schuppe.
  3. Messen Sie Länge und Breite der größten und der kleinsten Form und notieren Sie sie.
  4. Suchen Sie zu jeder Form den Baum: Unter welchem Baum lagen die Blätter, passt die Rinde, hängen gleiche Blätter in den Zweigen? – Eine Bestimmungs-App oder ein Bestimmungsbuch hilft beim Namen.
  5. Legen Sie zu Hause ein Blatt zwischen Zeitungspapier unter ein schweres Buch – nach einer Woche ist es gepresst und kann ins Heft geklebt werden.

Beobachtung

Schon auf kurzer Strecke finden sich oft fünf bis zehn verschiedene Formen: gezackte und glatte Ränder, gelappte Blätter (Eiche, Ahorn), gefiederte (Esche, Eberesche), Nadeln (Kiefer, Fichte). Blätter desselben Baumes sind oben in der Krone oft kleiner als im Schatten.

Erklärung

Blätter sind die Küche des Baumes: Aus Sonnenlicht, Luft und Wasser machen sie Zucker, von dem der Baum lebt. Jede Baumart hat ihre eigene Blattform – so kannst du Bäume an den Blättern erkennen wie Menschen an ihrem Gesicht. Eichenblätter haben runde Buchten, Ahornblätter sehen aus wie eine Hand, Kiefern haben lange Nadeln.
In den Blättern läuft die Photosynthese: Chlorophyll fängt Lichtenergie ein, aus Kohlenstoffdioxid und Wasser entstehen Zucker und Sauerstoff. Form, Größe und Rand sind Merkmale der Art und deshalb zum Bestimmen geeignet; sie sind zugleich Anpassungen – große, dünne Blätter fangen im Schatten viel Licht, kleine oder nadelförmige Blätter verlieren weniger Wasser. Laubbäume werfen ihre Blätter im Herbst ab, weil sie im Winter mehr Wasser verdunsten würden, als die Wurzeln aus dem kalten Boden nachliefern könnten.
Blattform, Blattrand, Nervatur und Blattstellung sind klassische Bestimmungsmerkmale der Gehölzflora; die Vielfalt auf kurzer Strecke sagt etwas über Standort und Nutzungsgeschichte eines Waldes aus (Forst mit wenigen Arten, alter Mischwald, Knick). Blätter sind das Organ der Photosynthese; ihre Gestalt spiegelt den Kompromiss zwischen Lichtausbeute und Wasserverlust: Sonnenblätter sind kleiner und dicker als Schattenblätter desselben Baumes. Für die Aufzeichnung reicht eine einfache Tabelle (Fundort, Form, Rand, vermutete Art); gepresst halten Blätter Jahre.
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Quellen

Version 2 · veröffentlicht 17.10.2026 · Lizenz: Alle Rechte beim Betreiber

Experimente auf eigene Verantwortung; Kinder nur mit Aufsicht. Bitte lesen Sie die Sicherheitshinweise, bevor Sie beginnen.