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🔬 Woher weht der Wind? Windrichtung ohne Messgerät

Grün – ungefährlich⏱ 10 Min.DraußenleichtGrundschule (6–10 Jahre)Weiterführende Schule (10–16 Jahre)Jugendliche & Erwachsene (16+)

Ein nasser Finger, ein Grashalm, die Wolken – drei einfache Wege, die Windrichtung zu bestimmen und richtig zu benennen.

Fragestellung: Aus welcher Richtung kommt der Wind gerade – und woran lässt sich das ohne Gerät erkennen?
⚠️ Sicherheit – Grün – ungefährlich

Schutz: Keine besondere Schutzausrüstung. Bei Gewitter oder Sturm nicht auf Aussichtstürme, Deiche oder unter einzelne Bäume. Auf Türmen am Geländer bleiben.

Entsorgung: Nichts bleibt zurück. Grashalme oder Blätter bleiben in der Natur.

Material

  • 1 Leichtes Tuch oder Grashalm
  • ein paar Tropfen Wasser
  • 1 Notizblock und Stift

So geht es

  1. Stellen Sie sich an eine freie Stelle (Deich, Aussichtspunkt, Feldrand) und orientieren Sie sich: Wo ist Norden? Mittags steht die Sonne ungefähr im Süden; sonst hilft der Kompass im Handy.
  2. Befeuchten Sie einen Finger und halten Sie ihn hoch. Die Seite, die kühler wird, zeigt dorthin, woher der Wind kommt.
  3. Lassen Sie einen Grashalm oder ein paar trockene Blätter in Schulterhöhe los und beobachten Sie, wohin sie fliegen. Der Wind kommt aus der Gegenrichtung. – Nichts abreißen – am Boden liegende Halme genügen.
  4. Schauen Sie nach Fahnen, Rauch, Wellen auf einem Graben oder tiefen Wolken. Stimmen alle Hinweise überein?
  5. Benennen Sie den Wind nach der Richtung, aus der er kommt: Westwind kommt von Westen. Notieren Sie Richtung, Uhrzeit und Stärke (schwach, mäßig, kräftig) und vergleichen Sie später mit der Wettervorhersage.

Beobachtung

Die angefeuchtete Seite des Fingers, die zum Wind zeigt, fühlt sich kühler an. Ein losgelassener Grashalm fliegt mit dem Wind davon, also vom Wind weg. Fahnen, Rauch und tiefe Wolken zeigen dieselbe Richtung. An der Küste weht der Wind tagsüber oft vom Wasser her.

Erklärung

Wind ist Luft, die sich bewegt. Auf deinem nassen Finger verdunstet Wasser – und das fühlt sich kalt an, am meisten da, wo der Wind hinpustet. So verrät dir dein Finger, woher der Wind kommt. Merke dir: Der Wind heißt nach der Seite, von der er kommt. Ein Westwind weht von Westen her.
Luft strömt von Gebieten mit hohem Luftdruck zu Gebieten mit niedrigem Luftdruck – das ist Wind. Beim Fingertest nutzt man die Verdunstungskälte: Wasser braucht zum Verdunsten Wärme, die es der Haut entzieht; wo der Wind auftrifft, verdunstet am meisten, dort ist es am kühlsten. In der Meteorologie wird die Windrichtung immer nach der Herkunft angegeben (Westwind = aus Westen). An der Küste entsteht tagsüber oft eine Seebrise: Das Land erwärmt sich schneller als das Wasser, warme Luft steigt über dem Land auf, kühlere Luft strömt vom Meer nach.
Wind ist der Ausgleich horizontaler Luftdruckunterschiede, auf der Nordhalbkugel durch die Erdrotation (Corioliskraft) nach rechts abgelenkt – daher weht der Wind um ein Tief gegen den Uhrzeigersinn. Der Fingertest beruht auf der Verdunstungswärme des Wassers: Die dem Wind zugewandte Haut kühlt stärker ab, weil dort am meisten verdunstet. Konvention: Die Windrichtung bezeichnet die Herkunft, in Grad von Nord über Ost (Westwind = 270°). Lokale Zirkulationen wie der Land-Seewind überlagern in Küstennähe tagsüber die großräumige Strömung; der Vergleich mit der Vorhersage zeigt, wann das der Fall ist.
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Quellen

Version 2 · veröffentlicht 20.10.2026 · Lizenz: Alle Rechte beim Betreiber

Experimente auf eigene Verantwortung; Kinder nur mit Aufsicht. Bitte lesen Sie die Sicherheitshinweise, bevor Sie beginnen.